Quiz: Veganuary 2026 dm – Fakten oder Mythen?
Mach das Quiz zum Veganuary 2026 dm: 5 Fakten über Drogerie-Klassiker, Pflanzendrinks und Nährstoffe, mit denen du CO2 und Geld sparst.

Für die Vorbereitung auf den Veganuary 2026 dm als Einkaufsquelle zu nutzen, ist für viele Einsteiger im DACH-Raum der naheliegende erste Schritt. Wer im Januar tierische Produkte aus seiner Ernährung streichen möchte, stößt in der Drogerie auf meterlange Regale voller Bio-Aufstriche, Getreidedrinks, Sojaschnetzel und Fleischalternativen. Doch halten diese Produkte ernährungsphysiologisch und ökologisch wirklich das, was das Marketing verspricht? Während manche Verbraucher befürchten, eine rein pflanzliche Ernährung gehe mit explodierenden Kosten und Nährstoffmängeln einher, verklären andere jedes verarbeitete Drogerieprodukt zum ultimativen Superfood. Ein wissenschaftlicher Blick auf Inhaltsstoffe, Klimabilanzen und landwirtschaftliche Herkunft hilft, fundierte Kaufentscheidungen zu treffen. Dieses interaktive Faktencheck-Quiz nimmt fünf verbreitete Mythen unter die Lupe und zeigt dir, welche Produkte deinen Januar tatsächlich nachhaltig bereichern.
Frage 1: Ist der Einkauf für den Veganuary 2026 dm zwingend teurer als der gewohnte Wocheneinkauf?
Viele Menschen glauben, dass eine pflanzliche Ernährung das Haushaltsbudget überproportional belastet. Wer durch die Gänge streift, sieht Convenience-Produkte wie vegane Bratwürste, marinierte Seitan-Medaillons oder veredelte Nusscremes, deren Kilopreise tatsächlich spürbar über billigem Discounter-Fleisch liegen können. Daraus wird oft voreilig geschlossen, eine vegane Lebensweise sei ein teures Privileg.
Eine wegweisende Studie der University of Oxford aus dem Fachjournal The Lancet Planetary Health zeigte bereits, dass eine Umstellung auf vollwertige pflanzliche Ernährung in Ländern mit hohem Einkommen die Lebensmittelkosten um bis zu 28 bis 34 Prozent senken kann. Die Eigenmarken von dm bieten Trockenhülsenfrüchte wie braune Berglinsen, Kichererbsen und weiße Bohnen zu Kilopreisen an, die deutlich unter jenen von verarbeitetem Fleisch liegen. Wer die vegane Einkaufsliste primär mit ganzen Lebensmitteln füllt und hochverarbeitete Fertigwaren als gelegentliche Ergänzung betrachtet, spart bares Geld. Die Preisintensität entsteht fast ausschließlich dann, wenn traditionelle tierische Tellerkomponenten eins zu eins durch industrielle Fleischersatzprodukte im Plastiktray substituiert werden.
Frage 2: Schneiden Haferdrinks bei dm ökologisch besser ab als regionale Kuhmilch?
Skeptiker argumentieren häufig, dass pflanzliche Milchalternativen durch industrielle Verarbeitungsstufen, Transportwege und sterile Verbundverpackungen keine echte Entlastung für das Ökosystem böten. Schließlich stamme die heimische Weidemilch in Süddeutschland, Österreich oder der Schweiz doch scheinbar direkt von der Wiese nebenan.
Die Zahlen des ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg sprechen eine eindeutige Sprache. Die Erzeugung eines Liters Kuhmilch in Mitteleuropa verursacht durchschnittlich etwa 1,4 bis 1,7 Kilogramm CO2-Äquivalente, während Hafermilch lediglich bei rund 0,3 bis 0,4 Kilogramm liegt. Der Grund liegt in der trophischen Effizienz: Kühe sind Wiederkäuer, die erhebliche Mengen an Futter in Wärme, Gülle und das potente Treibhausgas Methan umwandeln. Hafer für mitteleuropäische Drogeriemarken wird dagegen überwiegend in Deutschland, Österreich oder Skandinavien angebaut und direkt verwertet. Selbst bei Berücksichtigung von Transport und UHT-Verpackung schlägt der Pflanzendrink das tierische Original in sämtlichen ökologischen Wirkungskategorien um Längen.
Treibhausgasemissionen pro Liter Getränk (kg CO2-Äquivalente)
Datenquelle: ifeu Heidelberg, Ökologische Fußabdrücke von Lebensmitteln in Deutschland (2020).

Frage 3: Schadet der Sojaanbau für Tofu und Sojaschnetzel dem südamerikanischen Regenwald?
Ein hartnäckiger Einwand lautet, dass die wachsende Nachfrage nach Tofu, Sojaschnetzeln und Sojadrinks für die Abholzung von Regenwäldern im Amazonasbecken verantwortlich sei. Viele Konsumenten haben daher beim Griff ins Regal ein schlechtes Gewissen und befürchten, mit pflanzlichen Fleischersatzprodukten direkt zur Zerstörung artenreicher Tropenwälder beizutragen.
Laut Daten von Our World in Data und dem Umweltbundesamt werden über 77 Prozent der weltweiten Sojaproduktion an Nutztiere verfüttert, um Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch zu erzeugen. Nur knapp 7 Prozent fließen direkt in menschliche Nahrungsmittel wie Tofu, Tempeh oder Pflanzendrinks. Marken wie dmBio deklarieren die Herkunft ihrer Sojabohnen transparent: Sie stammen fast ausnahmslos aus Vertragsanbau in Deutschland, Österreich, Frankreich oder Italien. Wer im Rahmen des Veganuary zu Tofu oder granulierten Sojaschnetzeln greift, beendet den ineffizienten 'Veredelungsverlust' über das Tier und schützt damit indirekt globale Waldflächen vor der Umwandlung in Futtermittel-Monokulturen.
“Über drei Viertel des globalen Sojas dienen der Fleischproduktion. Wer Tofu aus heimischem Anbau isst, entlastet die Flächen dieser Erde.”
Frage 4: Garantiert das Bio-Siegel auf veganen Aufstrichen bei dm eine optimale Nährstoffdichte?
Weil Gläser und Dosen mit veganen Brotaufstrichen das grüne EU-Bio-Logo tragen und frei von tierischen Fetten sind, gehen viele Konsumenten davon aus, dass es sich um rundum gesunde, vollwertige Lebensmittel handelt. Oft wird der gesamte Inhalt einer Packung bedenkenlos als tägliche Mahlzeit eingestuft.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hebt in ihren Leitlinien für eine pflanzenbetonte Ernährung hervor, dass auch bei rein veganer Kost zwischen naturbelassenen Grundnahrungsmitteln und stark verarbeiteten Produkten differenziert werden muss. Zahlreiche streichfähige Gemüse- und Kräuteraufstriche basieren zu beträchtlichen Teilen auf Sonnenblumenöl, Palmfett oder Wasser und weisen einen hohen Natriumgehalt bei geringer Proteindichte auf. Wer seinen Veganuary gesund gestalten möchte, sollte die Zutatenliste prüfen. Reine Nussmuse (wie ungesüßtes Mandel- oder Tahinmus), selbst gemachte Hummus-Varianten aus Kichererbsen im Glas oder Aufstriche auf Linsenbasis bieten deutlich mehr Ballaststoffe und Mikronährstoffe als ölbasierte Pasten.
- Zutatenliste prüfen: Steht raffiniertes Pflanzenöl an erster oder zweiter Stelle, dominiert Fett die Kalorienbilanz.
- Auf Salzgehalt achten: Fertige Pasten enthalten oft mehr als 1,2 Gramm Salz pro 100 Gramm.
- Protein-Champions wählen: Bevorzuge Aufstriche, deren Hauptzutat ganze Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Bohnen, Linsen) sind.
- Nussmuse pur nutzen: Reines Sesammus (Tahin) liefert wertvolles pflanzliches Calcium ohne Emulgatoren oder Zuckerzusatz.
Frage 5: Lässt sich der Bedarf an Vitamin B12 im Veganuary komplett über herkömmliche Bio-Lebensmittel decken?
Man hört gelegentlich, dass fermentierte Bio-Lebensmittel wie Sauerkraut, Hefeflocken oder unfiltrierte Getreideextrakte aus dem Drogeriemarkt genügend aktives Vitamin B12 liefern, um den täglichen Bedarf eines Erwachsenen vollständig abzusichern. Eine Nahrungsergänzung sei daher überflüssig.
Gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie der DGE müssen Personen, die sich ausschließlich vegan ernähren, ihren Vitamin-B12-Status zwingend über Nahrungsergänzungsmittel oder gezielt angereicherte Produkte sicherstellen. Die in Algen oder fermentiertem Gemüse gelegentlich nachgewiesenen B12-Verbindungen sind meist inaktive B12-Analoga ('Pseudovitamin B12'), die die Rezeptoren blockieren können, ohne biologische Vitaminfunktion auszuüben. Auch in mitteleuropäischen Bio-Verordnungen ist die künstliche Anreicherung von Standard-Bio-Lebensmitteln mit synthetischen Vitaminen untersagt. Die dm-Drogerie führt im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel jedoch günstige B12-Präparate (Cyanocobalamin oder Methylcobalamin), die für die Sicherheit der Myelinscheiden und Blutbildung sorgen.
Verteilung der Proteinquellen im idealen pflanzlichen Vorratsschrank
Empfohlene Gewichtung basierend auf der EAT-Lancet Planetary Health Diet für ausgewogene Nährstoffversorgung.
Auswertung: Wie sattelfest bist du für deinen veganen Einkauf?
Vergleiche deine Antworten mit der wissenschaftlichen Evidenz. Eine bewusste Ernährung beginnt beim Verständnis der Nährstoffkreisläufe und endet bei einer pragmatischen Einkaufsstrategie im Drogeriemarkt. Hier ist deine Einstufung:
- 0 bis 2 richtige Antworten: Einsteiger. Lass dich nicht von Werbeslogans blenden. Konzentriere dich auf einfache Grundzutaten statt auf teure Fertigmischungen und denke frühzeitig an deine B12-Versorgung.
- 3 bis 4 richtige Antworten: Fortgeschritten. Du erkennst Marketing-Mythen zuverlässig und weißt, wie viel Klimaschutz in pflanzlichen Proteinen steckt. Schau beim nächsten Einkauf noch genauer auf die Zutatenlisten der Aufstriche.
- 5 richtige Antworten: Ernährungsprofi. Du beherrschst die Grundlagen aus Ökobilanz, Proteinqualität und Nährstoffdichte perfekt. Dein Einkaufskorb schont das Klima, das Tierwohl und den Geldbeutel gleichermaßen.
Häufig gestellte Fragen
Welche veganen Produkte bei dm eignen sich am besten für Einsteiger?
Muss man während des Veganuary zwingend Vitamin B12 einnehmen?
Sind pflanzliche Fleischersatzprodukte aus der Drogerie ungesund?
Wie hoch ist der Proteingehalt von Tofu im Vergleich zu Rindfleisch?
Warum ist Bio-Haferdrink oft teurer als Billig-Kuhmilch?
Welche Hülsenfrüchte aus der Drogerie sind am schnellsten zubereitet?
Quellen & weiterführende Literatur
- The Lancet Planetary Health – The global and regional costs of healthy and sustainable diets — nature.com
- ifeu – Ökologische Fußabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland — ifeu.de
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung – Position zur veganen Ernährung — dge.de
- Umweltbundesamt – Fleisch und Milchprodukte im Klimacheck — umweltbundesamt.de
- Our World in Data – Soy: Environmental impacts and usage — ourworldindata.org